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Umfrage zu Forschungsdaten in den asienbezogenen Wissenschaften / Survey on research data in Asia related studies



Liebe Mitglieder der Gesellschaft für Japanforschung,

anbei leiten wir Ihnen den Hinweis auf eine online-Befragung zum Thema „Forschungsdatenmanagement“ weiter, den der FID Asien in Kooperation mit den asienwissenschaftlichen Fachgesellschaften ausgearbeitet hat und für die wir bis zum 8. April 2019 um eine rege Beteiligung bitten.

Wie im Anschreiben zur Umfrage notiert wird dem Thema „Forschungsdaten/management“ (FDM) derzeit insbesondere von Seiten der Forschungsförderung (DFG, Europäische Kommission etc.) und wissenschaftspolitischer Gremien für das Forschungsinfrastrukturmanagement (Rat für Informationsinfrastrukturen, BMBF) sowie den Infrastrukturanbietern an Universitäten und Forschungseinrichtungen vor Ort (Bibliotheken, IT Abteilungen, Digital Humanities Zentren) große Aufmerksamkeit gewidmet. Neben Vorgaben zum FDM für Projektanträge sowie grundsätzlichen Überlegungen zur Sicherung von Forschungsergebnissen im digitalen Zeitalter, sollen in den kommenden Jahren auch umfangreiche Fördergelder in den Aufbau von „fachspezifischen Konsortien“ einer „Nationalen Forschungsdateninfrastruktur“ (NFDI) fließen. 

Über diese Themen haben wir bereits in den GJF-Mitgliederversammlungen 2016, 2017 und zuletzt in Berlin im August 2018 diskutiert und alle interessierten Mitglieder zur Mitarbeit in einer FDM-Arbeitsgruppe aufgerufen. Gerne möchten wir den Anlass der Umfrage nutzen und um weitere Interessensbekundungen hierzu bitten. Geplant ist die kollaborative Erstellung eines Positionspapiers zum FDM, wie es auch bereits andere Fachgesellschaften vorgelegt haben.

Einen Überblick zu FDM-Positionspapieren anderer Fachgesellschaften und wissenschaftlicher Institutionen (zB des Historikerverbands oder der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen) können Sie hier gewinnen, bezüglich des Themas „Multilingualität von Forschungsdaten“ siehe auch das Positionspapier des Deutschen Romanistenverbands.

Die Positionen aus der Japanforschung und Anliegen der GJF-Mitglieder werden darüberhinaus in das „Geisteswissenschaftliche Forum NFDI“ eingebracht, in dem sich die GJF neben der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, dem Historikerverband und vielen weiteren Fachverbänden zusammengeschlossen hat. Weiterhin steht der GJF-Vorstand über das Thema in engem Austausch mit Prof. Dr. Klaus Vollmer als Vertreter der Japanologie im DFG Fachkollegium 106 „Sozial- und Kulturanthropologie, Außereuropäische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaft“, das gegenwärtig an einer Handreichung zum FDM arbeitet.

Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang auch auf einen Bericht zu „Nicht-lateinische Schriften in multilingualen Umgebungen: Forschungsdaten und Digital Humanities in den Regionalstudien“, der die Ergebnisse eines interdisziplinären Workshops im Juli 2018, organisiert vom BMBF-Projekt FDM_OAS-Orient an der Campusbibliothek der Freien Universität Berlin zusammenfasst.

Somit bitten wir Sie, sich sowohl zahlreich an der Umfrage des FID Asien zu beteiligen, als auch sich bezüglich der Beteiligung an der Erarbeitung eines Positionspapiers mit einer Mail an den Vorstand der GJF zu wenden.

Für weitere Fragen oder Anregungen zum Thema stehen im GJF-Vorstand insbesondere Prof. Dr. Matthias Zachmann und Dr. Cosima Wagner jederzeit gerne zur Verfügung!

Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen im Voraus und mit freundlichen Grüßen

Matthias Zachmann und Cosima Wagner

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Weiterleitung: Mail des FID Asien zur online Umfrage

Liebe Asienwissenschaftlerin, lieber Asienwissenschaftler,

Forschungsdaten erlangen aufgrund des digitalen Wandels in der Wissenschaft und des Einsatzes computergestützter Methoden zunehmend an Bedeutung. Dies betrifft nicht nur die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen, sondern auch die Asienwissenschaften, wo bisher im Gegensatz zu anderen Disziplinen vergleichsweise wenig passiert ist. Drei wichtige Aspekte bezüglich Forschungsdaten haben sich in der Diskussion um digitale Forschungsdaten herauskristallisiert:

  • Der Anspruch der guten wissenschaftlichen Praxis und der damit geforderten Nachvollziehbarkeit der Forschungsbasis im Kontext digitaler Forschungsdaten.
  • Forschungsdaten als zitierfähige Datenpublikationen, die nicht nur der Forschungsfrage, in deren Kontext sie entstanden sind, als Basis dienen können, sondern darüber hinaus für verschiedenste Nachnutzungen bereit stehen.
  • Die Präsentation der Forschungsdaten in der Form, dass sie mittels digitaler Werkzeuge genutzt werden können und bspw. über Visualisierungen und statistische Methoden weitere, u.U. nicht vorausgesehene Erkenntnisse durch eine Nutzungsverbesserung der Daten generieren können.

Die Diskussion um digitale Forschungsdaten betrifft darüber hinaus aber auch zahlreiche rechtliche, ethische und organisatorische Aspekte, wie bspw. die Einwilligung zur Nachnutzung der Daten durch andere Forscherinnen und Forscher, das Einholen des Einverständnisses zur Nachnutzung der Daten durch bspw. Studienteilnehmer*innen und den Schutz von Persönlichkeitsrechten sowie anderer sensitiver Daten.

Das Thema Forschungsdaten inklusive des Umgangs mit diesen ist längst auch auf der Agenda von Wissenschaftsgremien und Forschungsförderern angekommen. So ruft die DFG bspw. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, bei der Antragsstellung bereits ein Konzept für den Umgang mit Forschungsdaten in dem Projekt zu entwickeln.

Der FID Asien, der von der DFG maßgeblich finanziell unterstützt wird, möchte die Fachcommunity der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Asien forschen, beim Forschungsdatenmanagement unterstützen und innerhalb der Fachcommunity eine Diskussion zum Thema anstoßen. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund der sich aktuell etablierenden Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die Asienwissenschaften sind aufgefordert, auf Bedarfe und Besonderheiten bezüglich Forschungsdaten aufmerksam zu machen, damit diese in die allgemeine Diskussion eingebracht und bei der Erarbeitung der infrastrukturellen und technischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden können.

Um diesen Dialog anzustoßen möchte der FID Asien gemeinsam mit den Fachgesellschaften (DGA, DMG, DVCS, GJF, VfK, VSJF) von Ihrer Expertise lernen und von Ihnen erfahren, wie Sie im Forschungsprozess mit ihren Daten umgehen, welche Erfahrungen und Meinungen Sie zur Recherche und Nachnutzung sowie Erstellung und Bereitstellung von Forschungsdaten haben.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einen Augenblick Zeit für diese Umfrage nehmen. Die Beantwortung dauert ca. 20 Minuten. Die Ergebnisse der Umfrage werden wir bei ausreichender Beteiligung im CrossAsia Blog veröffentlichen.

Die Umfrage ist offen bis: 8. April 2019.

https://umfragen.staatsbibliothek-berlin.de/index.php/348899

Ihr Team vom FID Asien



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